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Über Sturheit und Mäntel – Teil II

Ihr wisst bestimmt noch, dass ich mit einem Military Mantel von Max Mara geliebäugelt habe. Da das Modell in Deutschland nicht erhältlich war, habe ich Kontakt zum Max Mara Hauptgeschäft in Mailand aufgenommen (so viel zu meiner Sturheit-Therapie). Den Mantel könnte man tatsächlich aus Italien beziehen und der wäre vom Preis her sogar noch bezahlbar (für Max Mara Verhältnisse, natürlich). Dennoch wäre es sogar für eine Verrückte wie mich zu riskant gewesen, einen Mantel, den ich noch nie live gesehen und anprobiert habe, aus Italien einzufliegen. Deshalb habe ich beschlossen, vernünftig zu bleiben und mich in Hamburger Geschäften und online Stores nach einer Alternative umzuschauen.

Lange hat meine Suche nicht gedauert, denn ich wurde gleich im ersten Geschäft (so ein Glück!) fündig. Ich habe bei Secondella einen NAGELNEUEN (mit allen Etiketten) Stella McCartney Mantel für sensationelle 265 Euro ergattert! Und zwar den Mantel, den ich bereits letztes Jahr so toll fand und der bei net-a-porter.com sage und schreibe 1455 Euro kostete. Ich kann es immer noch nicht glauben! Das Schätzchen entspricht genau meinen Vorstellungen: Es ist wadenlang, verfügt über einen maskulinen “oversized” Schnitt und besteht zu 100 % aus Naturfaser (ich mag keine Synthetik). Auch die marineblaue Farbe ist optimal für den Herbst und lässt sich gut kombinieren. Alles in einem, ein Traummantel.

Typisch Stella McCartney: Das Modell “Anabelle” besticht durch einen unverkennbaren maskulinen Schnitt. So wurde der Mantel letztes Jahr bei net-a-porter.com präsentiert.

Oversized Mantel Anabelle von Stella McCartneyDie staatlich anerkannte Schnäppchen-Jägerin und stolze Besitzerin. 

Der Mantel passt besonders gut zu den angesagten Edelsteinfarben wie Smaragd, Rubin, Saphir und Amethyst.

Es war Liebe auf den ersten Blick.

Bilder: Lada Alexandrova, net-a-porter.com

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Über Sturheit und Mäntel

Eine meiner bemerkenswerten Eigenschaften ist, dass ich unglaublich stur bin. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann bin ich wie ein T-34 weiche ich nicht mehr davon ab. Das betrifft auch mein Kaufverhalten: Wenn ich mich in eine Sache verliebt habe, dann muss ich sie und nur sie haben. Auch wenn sie in Deutschland nicht erhältlich, längst ausverkauft, aus einer fünf Jahre alten Kollektion stammt und total überteuert ist. So einfach gebe ich nicht auf. Es werden Kundendienst-Mitarbeiter eingeschaltet, Verkaufsfilialen weltweit abtelefoniert, sämtliche Outlets und Second-Hand-Shops aufgesucht, eBay und andere Auktionsportale durchforstet, Bankkonten überzogen, bis ich mein Traumteil aufgetrieben und erworben habe. Sollte ich aber trotz all der Mühe eine Niederlage erleiden, dann drehe ich durch kaufe ich lieber gar nichts. Alternativen werden dankend abgelehnt.

Dennoch ist mir durchaus bewusst, dass diese Inflexibilität in Sachen Mode (und anderen Lebensbereichen) ziemlich unvernünftig sein kann. Diese ewige Suche nach einem bestimmten Teil ist zeitraubend, kostspielig und nervenaufreibend. Deshalb habe ich beschlossen, an mir zu arbeiten. Ich fange gleich heute damit an. Und hier kommt schon die erste Übung: Ich brauche unbedingt einen neuen Mantel und würde am liebsten einen langen Military Mantel von Max Mara kaufen. So ein Mantel ist jedoch weder im Hamburger Max Mara Shop noch online erhältlich und kostet bestimmt ein Vermögen. Mein altes Ich würde in Italien anrufen und wieder mal das Konto überziehen, aber mein neues flexibles Ich ist offen für Alternativen. Schließlich muss ich mich nicht so festlegen. Es kann ja auch ein anderer Mantel sein. Ein anderer langer Mantel… von Max Mara… Ein khakifarbener… oder ein olivgrüner… oder?

Max Mara Military 2012

Max Mara Fashion Show Kollektion HW 2012Bilder: style.com

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